Resonanzen: eine auditiv/visuelle Werkstatt
05.09.2011Wenn Musiker die Tiefen ihrer Klangräume ausloten, achtsam und präsent, zwischen Stille und Ekstase, wenn eine Malerin der stillen Form, der Farbe und des Lichts wie ein Seismograph, bedachtsam oder heftig, auf das Geschehen von Ort und Zeit reagiert, wenn also solche Künstler zusammentreffen und in Resonanz gehen mit dem JETZT – dann geschieht etwas völlig Neues, in jedem unvorhersehbaren Augenblick - 3. Oktober in der Bayerischen Musikakademie Marktoberdorf!
Eine Schule des Hörens und Sehens, so könnte man die Klang- und Kunstperformance der Musiker von Harald Rüschenbaums Cosmodrom und der Malerin Jusha Mueller nennen, die an diesem Tag in der Musikakademie ihre auditiv/visuelle Werkstatt einrichten:
Auf Leinwänden entsteht eine Malerei des Augenblicks, mit Kreiden und Pinsel reagiert die Malerin auf Klänge und Rhythmen der Musiker. Mit Klavier, Stimme, Saxophon, Bass und Schlagzeug entstehen Klänge und Rhythmen, beeinflußt von Farben und Formen, die der Pinsel in der Hand der Malerin erschafft.
Wie das geht haben das Ensemble Cosmodrom und Jusha Mueller bereits im Januar 2011 erkundet, bei einer vielbeachteten Performance im Atelier der Malerin, die dort nicht das erste Mal mit Klangkünstlern arbeitete.
Nicht Dialog, sondern Resonanz ist zu nennen, was sich da beeinflusst und der Besucher ist wesentlicher Teil dieses Prozesses, ist Akteur und Mitspieler im freien Spiel der Resonanzen.
Malerin und Musiker treffen am
3. Oktober 2011 um 15 Uhr zu einer
öffentlichen Werkstatt mit akustisch/visuellen Elementen im Konzertsaal der Musikakademie zusammen. Um
19 Uhr findet am selben Ort ein
Experimentelles Klang- und Kunstereignis statt, begleitet von mehreren Kameras, die in Überblendtechnik auf eine Leinwand zeitgleich Mitschnitte der Veranstaltung projizieren.
Malerin und Musiker agieren im Auditorium des Konzertsaales. Die Gäste nehmen auf gestaffelten Podesten auf der Bühne Platz und können so die Entstehung eines oder mehrerer großformatiger Bilder verfolgen, die während des experimentellen Zusammenspiels zwischen Musikern und Malerin entstehen.
Das „Bühnenbild“ besteht aus mehreren großformatigen Bildern der Malerin sowie einer Filmleinwand, auf die die Aktionen der Künstler in überblendeten Mitschnitten von verschiedenen Kameras mittels Beamer projiziert werden.
resonanzen
Jusha Mueller und Harald Rüschenbaums Cosmodrom
Eine auditiv/visuelle Werkstatt mit experimenteller Klang- und Malperformance
3. Oktober 2011
15 Uhr öffentliche Werkstatt
19 Uhr Experimentielle Klang- und Malwerkstatt
Bayerische Musikakademie Marktoberdorf
Eintriff frei!