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Der bayerische Mittelstufen-Meister kommt erneut aus dem ASM

21.05.2011

Die Musikkapelle Bidingen konnte sich den 1. Platz im diesjährigen Mittelstufenwettbewerb sichern. In einem hochkarätigen Wettbewerb, der laut Jurypräsident Prof. Dr. Friedrich Weyermüller auch für die Juroren »ein sehr schöner Tag« war, zeigte die bayerische Mittelstufe beim Finale in der Memminger Stadthalle, wozu sie in der Lage ist.


Ein heißer Wettbewerbstag fand in der Memminger Stadthalle einen verdienten Sieger: Die Musikkapelle Bidingen setzte sich beim Landesentscheid des diesjährigen Mittelstufenwettbewerbs mit 93,6 Punkten gegen die Konkurrenz durch und durfte die Wandertrophäe aus Kristallglas mit ins Allgäu nehmen.
In der Bewertung der in Memmingen gezeigten Leistungen herrschte große Einigkeit: Landesdirigent Dieter Böck wie auch Jurypräsident Prof. Dr. Friedrich Weyermüller staunten ob der gewaltigen Entwicklung, die die Mittelstufe in den vergangenen Jahrzehnten durchlaufen hat. »Wenn man ein Tondokument von damals hören würde, würde man meinen, das sei bearbeitet und verfremdet. Das kann doch nicht sein, dass jemand mal so gespielt hat«, sinnierte Friedrich Weyermüller in seinem Grußwort.
Die fünfköpfige internationale Jury hatte beileibe keinen leichten Tag in Memmingen. Sehr dicht lagen die gezeigten Leistungen beieinander, nur Nuancen mussten für die Entscheidung über Punkte und Platzierungen bemüht werden. Letztlich waren sich Prof. Dr. Friedrich Weyermüller (Innsbruck), Prof. Dr. Alois Wille (Innsbruck), Peter Schmid (Luzern), Franz Barthold (Biberach) und Rudolf Heidler (Achern) aber einig, wer als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgehen solle.

Der Jubel der Bidinger kannte am Ende natürlich kaum Grenzen. »So seh'n Sieger aus!«, skandierten die begeisterten Musiker aus dem ASM-Bezirk 4 Marktoberdorf mit dem Pokal in der Hand. Der Weg des neuen Mittelstufen-Meisters führt nach Aussage des Dirigenten Herbert Rauch nun in die Oberstufe. Bemerkenswert war in Memmingen auch die Leistung der Teilnehmer aus dem nordbayerischen Musikbund. Erstmalig hatte im vergangenen Jahr ein richtiger Qualifikationswettbewerb stattgefunden. Die drei erstplatzierten Orchester hatten auch den Weg nach Memmingen angetreten und auf Anhieb konnten sich zwei der drei NBMB-Kapellen auf dem »Stockerl« platzieren. Im Fall des Jugendorchesters der Trachtenkapelle Neunkirchen am Brand aus dem oberfränkischen Kreisverband Forchheim, die auf Platz drei landete, kann die Leistung gar nicht hoch genug eingeschätzt werden: Wie die dritte nordbayerische Kapelle, das Junge Blasorchester Stein, waren die Neunkirchener auf der Autobahn in einen Stau geraten. Ganze sechs Stunden verbrachten die Musiker von Georg Maderer im Bus, schafften es gerade so zu ihrem Wettbewerbsvortrag, eilten direkt aus dem Bus auf die Bühne und lieferten einen fulminanten Vortrag. Auch das Junge Blasorchester Stein kam gerade noch rechtzeitig zum Vortrag.

Der nächste Mittelstufenwettbewerb findet im Jahr 2013 statt. Die Qualifikation dafür beginnt wie üblich bei den »normalen« Wertungsspielen und führt über die Verbandsentscheide zum landesweiten Finale. Im kommenden Jahr steht turnusgemäß wieder der Oberstufenwettbewerb auf dem Programm, der dann im Rahmen des Landesmusikfestes in Weilheim ausgetragen wird.    Martin Hommer
Die Marktkapelle Zusmarshausen belegte den undankbaren vierten Platz.
BBMV-Vizepräsident Franz Josef Pschierer und Landesdirigent Dieter Böck gratulieren den Dirigenten der siegreichen Mittelstufen-Blasorchester.
BBMV-Vizepräsident Pschierer, der Bidinger Dirigent Herbert Rauch und Jury-Vorsitzender Prof. Friedrich Weyermüller.
 
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