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30 Jahre Bayerischer Musikrat: Präsident Hiller fordert dauerhafte Absicherung der musikalischen Infrastruktur

26.06.2007

Mit einem Festkonzert und anschließendem Staatsempfang wurde im Münchner Prinzregententheater das 30-jährige Bestehen des Bayerischen Musikrates (BMR) gefeiert. Gegründet im Juni 1977, ist der BMR der erste Musikrat eines Landes in der Bundesrepublik Deutschland und vertritt als Zusammenschluss der Einrichtungen und Verbände des Musiklebens die Interessen von rd. 1 Mio. Mitgliedern aus dem Laien- und professionellen Musizieren. Somit ist er zugleich die größte Kulturorganisation im Freistaat.


In seiner Ansprache unterstrich BMR-Präsident Wilfried Hiller die konstruktive Partnerschaft zum Bayerischen Landtag, den Staatsministerien und den kommunalen Gebietskörperschaften. Durch den kontinuierlichen Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern auf staatlicher und kommunaler Ebene konnten in den zurückliegenden 30 Jahren wesentliche Verbesserungen zur Sicherung und Weiterentwicklung des Musiklebens erreicht werden. Der BMR bedankte sich für diese Partnerschaft, indem er im Rahmen des Festaktes den langjährigen Vorsitzenden des Ausschusses für Staatshaushalt und Finanzfragen im Bayerischen Landtag, Manfred Ach, mit seiner höchsten Auszeichnung, dem Silbernen Wirbel, ehrte. In diesem Zusammenhang forderte der Präsident, dass auch für die Zukunft die Einrichtungen des Musiklebens im Laien- und professionellen Bereich durch fest kalkulierbare Zuschüsse seitens der öffentlichen Hand dauerhaft abgesichert werden. „Fördermittel für Musikverbände oder Musikbildungsstätten sind keine Subventionen, sondern Investitionen in eine Gesellschaft der Humanität, Toleranz und Kreativität“, sagte der Präsident und dankte zugleich all jenen Aktiven, die sich in den zurückliegenden 30 Jahren in solch hohem Maß im Ehrenamt für das Musikleben engagiert haben. 
 

Hiller würdigte die Verdienste von BMR-Gründungspräsident Alexander Suder und dessen Nachfolger Wilfried Anton, mit den in 30 Jahren geschaffenen und gleichberechtigten Tragsäulen des Laien- und professionellen Musizierens für die Dachorganisation BMR ein stabiles Fundament geschaffen zu haben, um die satzungsgemäßen Ziele des BMR durchführen zu können. Hierzu gehören u. a. die Förderung der Musikerziehung, der beruflichen Musikausübung und des Laienmusizierens, die Entwicklung und Förderung von Musikverständnis in der Öffentlichkeit, die Bestandssicherung und Entwicklung der Einrichtungen des Musiklebens, der Musikerziehung und der Musikforschung, die Sicherung und Verbesserung der künstlerischen und sozialen Bedingungen der Komponisten, ausübenden Musiker und Musikerzieher sowie die Förderung des Nachwuchses für Musikberufe und das Laienmusizieren. Bayerns Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst Dr. Thomas Goppel hob in seiner Festrede die überwiegend ehrenamtlich erbrachten Ergebnisse hervor, zu denen auch Projekte und Einrichtungen wie die Bayerische Sing- und Orchesterakademie oder Festivals wie die Europa-Tage der Musik gehören.


Die Künstler/innen, welche Festakt und Staatsempfang musikalisch gestalteten, waren die junge Pianistin Valentina Babor, die Staatspreisträgerin für Musik Dessi Slava Kepenerova (Schlagzeug), das Vokalsextett „die Singphoniker“, der Carl Orff-Chor Marktoberdorf, die Bayerische Singakademie, das Jugendblasorchester Stadt Stein, die Gruppe „Etna“ aus dem Landes-Jugendjazzorchester Bayern sowie die Rockband „Einshoch6“. Es erklangen überwiegend Werke von Komponisten mit Bayern-Bezug von Orlando di Lasso über Richard Strauss und Carl Orff bis zu Max Beckschäfer. Ermöglicht wurde die Geburtstagsfeier durch die Unterstützung des Kulturfonds Bayern und des Kulturkreis Gasteig.                                                                         

v.r.n.l.: Staatsminister Dr. Thomas Goppel, BMR-Präsident Wilfried Hiller, Haushaltsausschuss-Vorsitzender Manfred Ach, BMR-Ehrenpräsident Prof. Dr. Alexander L. Suder, BMR-Altpräsident Wilfried Anton
Die Pianistin Valentina Babor mit BMR-Präsident Wilfried Hiller.
Die Singphoniker mit BMR-Präsidiumsmitglied Alfons Brandl (ganz links im Bild).
 
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