Bayerische Landeskoordinierungsstelle Musik
Projektleitung für den BMR: Christiane Franke
c/o Staatsinstitut für Frühpädagogik
Winzererstr. 9
80797 München
Telefon 089 99825-1974
E-Mail: christiane.franke@bayerischer-musikrat.de
www.blkm-bayern.de
Die Bayerische Landeskoordinierungsstelle Musik (BLKM) ist eine Arbeitsgemeinschaft der Staatsministerien für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen (StMAS), für Unterricht und Kultus (StMUK), für Wissenschaft, Forschung und Kunst (StMWFK) sowie des Bayerischen Musikrats (BMR). Ihr Auftrag lautet, die musikalische Bildung in Bayern vom Kleinkind bis zum Senior zu stärken. Das gelingt durch Sammlung, Darstellung und Vernetzung von Musikbildungsprojekten, durch die Unterstützung neuer Initiativen zur musikalischen Breitenbildung, durch Qualitätssicherung sowie durch Kooperationen in und zwischen Kindertageseinrichtungen, Schulen, Vereinen, Musikbildungseinrichtungen und Musikbildungsprojekten für alle Generationen.
Die Anregung zur Gründung der BLKM kam vom Bayerischen Musikrat. Seit knapp 10 Jahren wird sie diskutiert und gefordert. Erste konkrete Schritte in diese Richtung leitete der Bayerische Oberste Rechnungshof ein. 2006 hatte er die Strukturen, Leistungen und Kosten des gesamten Musikwesens in Bayern untersucht und war zu dem Ergebnis gekommen, dass die Zusammenarbeit zwischen Kindertageseinrichtungen und allgemeinbildenden Schulen sowie Verbänden und Institutionen des Musiklebens vertieft und abgestimmt werden müsse. Gleichzeitig sollten für diese Bereiche Aus- und Weiterbildungsangebote entwickelt werden, um bei Kindern und Jugendlichen möglichst früh das Interesse an der Musik und der Musikausübung zu wecken und zu fördern.
Mit der Organisation und Durchführung dieser Aufgabe wurde die Bayerischer Musikrat Projekt GmbH unter der Geschäftsführung von Jürgen Schwarz betraut. Unterstützt vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und dem damals für dieses Ressort zuständigen Staatsminister Dr. Thomas Goppel startete 2008 das „Netzwerk Musik in Bayern“. Der Auftrag lautete, in einer zunächst auf 2 Jahre begrenzten Pilotphase ausschließlich im Regierungsbezirk Schwaben Kooperationen und Fortbildungsmaßnahmen zur Förderung der musikalischen Bildung von Kindern- und Jugendlichen in der Schule zu erproben. Die inhaltliche Konzeption entwickelte Karl Zepnik, künstlerischer Leiter der Musikakademie Marktoberdorf. Die Projektleitung übernahm Christiane Franke.
Die guten Erfahrungen aus diesem Pilotprojekt führten dazu, dass die Forderung der Schaffung einer Bayerischen Landeskoordinierungsstelle Musik in den 3. Bayerischen Musikplan aufgenommen wurde. Darin heißt es: „Bayerns musikalisches Leben ruht auf drei Säulen: der Laienmusik, der professionellen Musik und der Schulmusik, die von Musikschulen und privaten Musikerziehern bzw. als Unterrichtsfach und als praktisches Singen und Musizieren in den Orchestern, Chören und Ensembles der Schulen an allen Schulen in Bayern gepflegt wird. Eine systematische Zusammenarbeit zwischen den drei großen Bereichen findet bisher nicht statt, Synergieeffekte ergaben sich in der Vergangenheit eher zufällig. Ohne die Vermittlung durch jeweils kompetente Ansprechpartner aus den drei Bereichen wird auch zukünftig eine Zusammenarbeit immer nur von günstigen Zufällen abhängen. Deshalb soll eine Koordinierungsstelle für musikalische Bildung (…) eingerichtet werden, die die Potentiale aus Laienmusik, professioneller Musik und außerschulischer Musikpädagogik mit den Ansprüchen der Schule verzahnt und damit vielfältigen Nutzen erzeugen kann.“
Am 1. September 2011 nahm die BLKM ihre Arbeit auf. Sie wird von einem Team geleitet, das mit Birgit Huber (ISB/StMUK), Dr. Beatrix Broda-Kaschube (IFP/StMAS) und Christiane Franke (BMR/StMWFK) auch auf der Umsetzungsebene die ressortübergreifende Initiative unterstreicht und Fachkompetenz auf jedem Bereich gewährleistet. Bei der Umsetzung ihres weiten Aufgabenfeldes sind Musikeinrichtungen und -institutionen, die „good practice“-Beispiele bereits entwickelt haben und neue Projekte erproben, wichtige Kooperationspartner.
Daran knüpft das Nachfolgeprojekt des Netzwerks Musik in Bayern an. Unter der Marke „Netzwerk Musik in Schwaben“ werden die im Pilotprojektgebiet Regierungsbezirk Schwaben entwickelten Fortbildungsmaßnahmen und Kooperationen nachhaltig weitergeführt, praxisorientiert weiterentwickelt und die daraus erzielten praktischen Erfahrungswerte auf Landesebene der BLKM zur Verfügung gestellt. Damit sind die in das Pilotprojekt getätigten Investitionen optimal genutzt.